von Dominik Hochwarth | Jan. 1, 2026 | Vegetarische Gerichte

Kennt ihr das? Im Kühlschrank steht noch eine Schüssel mit Reis vom Vorabend. Zu schade für die Tonne, aber pur aufgewärmt auch irgendwie langweilig.
Hier ist die Lösung, die nicht nur unglaublich lecker ist, sondern auch schneller auf dem Tisch steht, als du „Lieferdienst“ sagen kannst. Dieser gebratene Reis nach chinesischer Art ist die perfekte Verwertung von Resten, kostet fast nichts und braucht nur eine Handvoll Zutaten, die du wahrscheinlich eh zu Hause hast.
Das Geheimnis? Gekühlter Reis vom Vortag! Nur der ist trocken genug, um in der Pfanne schön knusprig zu werden, ohne zu matschen.
An die Pfannen, fertig, los!
Die Zutaten (für 2 hungrige Personen)
Die Basis (aus dem Vorrat):
- ca. 400 g gekochter Reis (Wichtig: Er muss kalt sein, am besten vom Vortag aus dem Kühlschrank!)
- 3 Eier (Größe M)
- 150 g TK-Erbsen (müssen nicht aufgetaut werden)
- 3–4 EL helle Sojasauce
- 2 EL neutrales Pflanzenöl zum Braten (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
- Salz und Pfeffer
Optional (für den Frische-Kick):
- 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 1 TL Sesamöl (geröstet) für das finale Aroma
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Vorbereitungszeit: 3 Min. | Kochzeit: 9 Min. | Gesamt: 12 Min.
- Vorbereitung ist alles (Mise en Place)
Da das Braten gleich sehr schnell geht, stell dir alles bereit.
- Die Eier in einer kleinen Schüssel verquirlen und mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.
- Den kalten Reis mit den Händen oder einer Gabel etwas auflockern, damit keine großen Klumpen mehr vorhanden sind.
- Das Rührei-Vorspiel
Erhitze 1 EL Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok auf mittlerer Stufe. Gib die verquirlten Eier hinein und lass sie kurz stocken. Schiebe sie dann mit dem Pfannenwender hin und her, bis du weiches, lockeres Rührei hast. Profi-Tipp: Nimm das fertige Rührei sofort aus der Pfanne und stell es kurz beiseite. So bleibt es saftig und wird später nicht gummiartig.
- Volle Hitze für den Reis
Gib den zweiten Esslöffel Öl in die nun leere Pfanne und dreh die Hitze voll auf. Gib den kalten Reis hinein. Brate ihn für ca. 3–4 Minuten scharf an. Lass ihn dabei ruhig mal kurz liegen, damit er knusprige Stellen bekommt, bevor du ihn wieder wendesr.
- Erbsen & Geschmack
Gib die gefrorenen Erbsen direkt zum Reis (sie tauen in Sekunden auf und garen mit). Jetzt kommt der Geschmack: Gieße die Sojasauce am besten am heißen Pfannenrand entlang – das karamellisiert sie leicht und gibt ein tolles Raucharoma. Alles gut durchschwenken.
- Das Finale
Gib das vorbereitete Rührei zurück in die Pfanne und hebe es unter. Wenn du Frühlingszwiebeln verwendest, kommen die jetzt dazu. Einmal kurz durchschwenken, Pfanne vom Herd nehmen und (falls vorhanden) das Sesamöl darüberträufeln. Abschmecken – fertig!
Fazit
Dieser gebratene Reis ist der Beweis, dass man aus einfachen Resten ein echtes Soulfood zaubern kann. Es ist flexibel (hab ihr noch Mais oder Schinkenwürfel? Rein damit!), günstig und in Rekordzeit fertig. Das perfekte Abendessen, wenn man eigentlich keine Lust mehr zum Kochen hat.
Guten Appetit!
von Dominik Hochwarth | Jan. 1, 2026 | Fleischgerichte

Manchmal muss es einfach schnell gehen, aber das heißt nicht, dass der Genuss auf der Strecke bleiben muss. Unsere Zitronen-Lachs-Pasta ist das ultimative Rezept für alle, die wenig Zeit haben, aber auf ein frisches, cremiges und fast schon exquisites Abendessen nicht verzichten wollen.
Durch den Räucherlachs sparen wir uns das langwierige Anbraten von frischem Fisch, und die Zitrone sorgt für die nötige Leichtigkeit.
Die Zutaten (für 2 Personen)
- 250 g Pasta (Tagliatelle oder Linguine passen hier besonders gut)
- 150 g Räucherlachs (in Streifen geschnitten)
- 200 ml Sahne (oder 150 g Crème Fraîche für eine dickere Konsistenz)
- 1 Bio-Zitrone (wir brauchen den Abrieb und den Saft)
- Salz & reichlich schwarzer Pfeffer
- Optional: Ein kleiner Bund frischer Dill oder Schnittlauch für das Auge und den Geschmack.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Pasta kochen: Setze einen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser auf. Sobald es kocht, die Pasta darin nach Packungsanweisung al dente garen.
- Vorbereitung (während die Pasta kocht):
- Schneide den Räucherlachs in ca. 1-2 cm breite Streifen.
- Wasche die Bio-Zitrone heiß ab, reibe die Schale fein ab und presse den Saft einer Hälfte aus.
- Hacke den Dill oder Schnittlauch fein (falls verwendet).
- Die Blitz-Sauce: Gib die Sahne (oder Crème Fraîche) in eine große Pfanne und lass sie bei mittlerer Hitze kurz aufköcheln. Rühre den Zitronenabrieb und ca. 2 EL Zitronensaft unter. Schmecke die Sauce mit Pfeffer ab – beim Salz sei vorsichtig, da der Räucherlachs oft schon sehr salzig ist.
- Alles vereinen: Sobald die Pasta fertig ist, hebe sie mit einer Zange direkt aus dem Wasser in die Pfanne zur Sauce. Gib 1-2 EL vom Nudelwasser dazu, damit die Sauce schön geschmeidig wird.
- Das Lachs-Finale: Nimm die Pfanne vom Herd (ganz wichtig!) und hebe erst jetzt die Lachsstreifen und die Kräuter unter. Der Lachs soll in der Resthitze nur ganz leicht warm werden, damit er zart bleibt und nicht grau oder trocken wird.
Profi-Tipp für „Flott-Kocher“:
Wenn du Crème Fraîche statt Sahne nimmst, wird die Sauce sofort dickflüssig und bindet die Nudeln perfekt – das spart dir das Einkochen der Sahne und macht das Gericht noch schneller!
Fazit
Schneller als jeder Lieferservice: Die Zitronen-Lachs-Pasta ist ein echtes Wohlfühlgericht, das durch die Zitrusnote herrlich frisch schmeckt. Es ist das ideale Rezept für ein schnelles Date-Night-Dinner oder die Belohnung nach einem langen Arbeitstag.
Guten Appetit!
von Dominik Hochwarth | Jan. 1, 2026 | Vegetarische Gerichte

Es ist spät, der Hunger ist riesig und der Kühlschrank gähnend leer? Kein Problem. Wenn du Pasta, Knoblauch und gutes Olivenöl im Haus hast, bist du nur 12 Minuten von einem der besten italienischen Klassiker entfernt.
Spaghetti Aglio, Olio e Peperoncino (Knoblauch, Öl und Chili) ist der Beweis, dass man für großes Kino auf dem Teller keine lange Zutatenliste braucht. Das Geheimnis dieses Gerichts liegt nicht in der Komplexität, sondern in der Sorgfalt – und einem kleinen Trick mit dem Nudelwasser, den ich dir gleich verrate.
Hier ist das Rezept, das dich öfter retten wird, als du denkst.
Die Zutaten (für 2 hungrige Personen)
Es steht und fällt mit der Qualität der wenigen Zutaten. Spar nicht am Olivenöl!
- 250 g Spaghetti (oder Linguine)
- 4–5 Zehen frischer Knoblauch (Ja, wirklich so viel!)
- 1 frische rote Chili (ODER 1/2 TL getrocknete Chiliflocken/Peperoncino)
- 60–80 ml sehr gutes Olivenöl extra vergine
- Viel Salz für das Nudelwasser
- Optional, aber sehr empfohlen: 1/2 Bund frische glatte Petersilie
- Für Rebellen (wie mich): Etwas frisch geriebener Parmesan zum Servieren (Puristen lassen ihn weg, aber es schmeckt einfach gut).
Die Anleitung: Schritt für Schritt zum Pasta-Glück
Vorbereitungszeit: 5 Min. | Kochzeit: ca. 10 Min. | Gesamt: 15 Min.
- Das Wasser muss kochen
Bring einen großen Topf mit Wasser zum Kochen. Sobald es sprudelt, salze es kräftig (es sollte wie Meerwasser schmecken). Das ist wichtig, da die Sauce selbst kaum Salz enthält.
- Schnibbeln im Eiltempo
Während das Wasser heiß wird:
- Knoblauch: Schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. Wichtig: Nicht pressen! Gepresster Knoblauch verbrennt zu schnell und wird bitter.
- Chili: Halbieren, Kerne entfernen (wenn du es milder magst) und in feine Streifen schneiden.
- Petersilie (optional): Grob hacken.
- Pasta marsch!
Gib die Spaghetti ins kochende Wasser. Stell dir einen Timer, der 2 Minuten kürzer ist als die „al dente“-Angabe auf der Packung. Wir garen sie in der Pfanne fertig.
- Der „Aglio e Olio“-Tanz (Vorsicht, heiß!)
Hier passiert die Magie. Nimm eine große Pfanne (am besten eine hohe Schmorpfanne).
- Gib das kalte Olivenöl und die Knoblauchscheiben hinein.
- Erhitze die Pfanne erst jetzt auf mittlerer Stufe. Wir wollen den Knoblauch langsam im Öl confieren, nicht frittieren.
- Sobald der Knoblauch anfängt zu brutzeln und ganz leicht hellgolden wird (nach ca. 2–3 Minuten), gib die Chili dazu. Nimm die Pfanne sofort von der Hitze, wenn der Knoblauch droht, braun zu werden – brauner Knoblauch schmeckt bitter!
- Die Hochzeit (Der wichtigste Schritt!)
- Wenn der Pasta-Timer klingelt: Schütte das Nudelwasser NICHT komplett weg!
- Schöpfe etwa eine Tasse (ca. 150 ml) von dem stärkehaltigen Nudelwasser ab.
- Hebe die Spaghetti mit einer Zange direkt aus dem Topf in die Pfanne mit dem Knoblauch-Öl.
- Gib eine gute Kelle von dem heißen Nudelwasser dazu.
- Stell die Pfanne zurück auf hohe Hitze und rühre, schwenke und schüttle, was das Zeug hält. Das Öl und das Stärkewasser verbinden sich zu einer cremigen Emulsion, die an den Nudeln haftet. Das dauert ca. 1–2 Minuten, bis die Pasta perfekt al dente ist.
- Zum Schluss die Petersilie unterheben.
- Servieren
Sofort auf Teller verteilen. Wer mag, streut jetzt noch etwas Parmesan oder extra Chiliflocken darüber. Fertig!
Profi-Tipps für „Flott-Kocher“:
- Der Wasserkocher-Trick: Wenn du das Nudelwasser im Wasserkocher vorheizt, sparst du nochmal 5 Minuten Zeit bis zum Siedepunkt.
- Das flüssige Gold: Das Nudelwasser ist die wichtigste „Zutat“ für die Bindung. Ohne Nudelwasser hast du nur ölige Nudeln, mit Nudelwasser hast du eine Sauce.
Fazit
Spaghetti Aglio e Olio ist mehr als nur ein Notfall-Essen. Es ist der Beweis, dass einfaches Kochen oft das beste Kochen ist. In maximal 15 Minuten hast du ein Gericht auf dem Tisch, das nach Urlaub in Italien schmeckt und dich satt und glücklich macht.
Guten Appetit!
von Dominik Hochwarth | Jan. 1, 2026 | Vegetarische Gerichte

Wenn es draußen ungemütlich ist oder der Hunger groß, aber die Zeit knapp, ist dieses Rezept mein absoluter Favorit. Shakshuka stammt ursprünglich aus der nordafrikanischen und jüdischen Küche und ist im Grunde nichts anderes als in Tomatensauce wild poached (gar gezogene) Eier.
Das Beste daran? Du brauchst nur eine Pfanne, ein paar Vorratszutaten und kaum Vorbereitungszeit.
Die Zutaten (für 2 Personen)
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 3–4 frische Eier
- 100 g Feta (Schafskäse)
- 1 kleine Zwiebel & 1 Knoblauchzehe
- Gewürze: Salz, Pfeffer, 1 TL Paprikapulver (edelsüß) und eine Prise Kreuzkümmel (Cumin)
- Beilage: Krustiges Brot, Baguette oder Pita-Brot
- Optional: Etwas Chili für die Schärfe und frische Petersilie oder Koriander zum Garnieren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Die Basis schaffen: Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und beides darin glasig dünsten. Falls du es scharf magst, gib jetzt die Chili dazu.
- Die Sauce einkochen: Die stückigen Tomaten aus der Dose direkt in die Pfanne geben. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kreuzkümmel würzen. Alles für etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht dickflüssig wird.
- Die Eier hinzufügen: Mit einem Löffel kleine Mulden in die Tomatensauce drücken. Die Eier vorsichtig aufschlagen und direkt in die Mulden gleiten lassen.
- Das Finale (mit Deckel geht’s schneller): Den Feta grob über die gesamte Pfanne bröseln. Den Deckel auf die Pfanne setzen – so garen die Eier durch den Dampf gleichmäßiger und schneller. Nach ca. 4–6 Minuten ist das Eiweiß fest, aber der Dotter im Idealfall noch leicht flüssig.
- Servieren: Die Pfanne direkt auf den Tisch stellen. Das Brot kurz antoasten und zum Dippen der Sauce und der Eier nutzen.
Profi-Tipp für „Flott-Kocher“:
Wenn du es noch eiliger hast, kannst du die Zwiebeln weglassen und stattdessen eine bereits gewürzte Tomatensauce (z.B. mit Basilikum oder Chili) aus dem Glas verwenden. Dann schrumpft die Zubereitungszeit auf unter 10 Minuten!
Fazit: Wenig Aufwand, maximaler Geschmack
Die Express-Shakshuka ist der beste Beweis dafür, dass gesundes und leckeres Essen nicht stundenlanges Stehen in der Küche erfordert. Sie ist das ideale „Resteessen“, unglaublich wandlungsfähig und punktet durch den One-Pan-Vorteil: Du hast am Ende kaum Abwasch. Ob als schnelles Home-Office-Lunch oder gemütliches Feierabendgericht – dieses Pfannenwunder macht satt, glücklich und passt in jeden noch so stressigen Zeitplan.
Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!
von Dominik Hochwarth | Aug. 12, 2021 | Suppen & Eintöpfe

In dem Krimi, den ich gerade lese, schwärmt der Kommissar dermaßen von seiner Ajoblanco, dass mir sofort das Wasser im Munde zusammenlief. Zunächst musste ich aber Google nachschauen, was das überhaupt ist: Es handelt sich um eine kalte Suppe – bestehend aus Mandeln und Knoblauch. Sie wird in Spanien, insbesondere in der andalusischen Küche gerne gegessen und ist mit der Gazpacho verwandt. Sie wird daher auch gerne als weiße Gazpacho bezeichnet.
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